Tagung 2016: Uwe Johnson in seiner Zeit

Zum vierten Mal ludt die Uwe Johnson-Gesellschaft zu einer Internationalen Tagung nach Rostock ein. Die Aufmerksamkeit galt dieses Mal insbesondere der Zeit, in der Uwe Johnson schrieb, und den Umständen, unter denen er sie literarisch beschrieb. Über drei Tage hinweg rekonstruierten zwölf Referentinnen und Referenten aus Deutschland, Japan und den USA nicht nur den kulturhistorischen Horizont, in dem der Autor schrieb und seine Bücher gelesen wurden, sondern sie beschäftigten sich auch mit der ästhetischen Arbeitswelt Uwe Johnsons. Mit einem geschärften Blick auf seine Rolle als Autor und öffentliche Figur, beschrieben aus den politischen und historischen Gegebenheiten der Zeit heraus, wurde versucht, das Selbstverständnis Uwe Johnsons freizulegen. In diesem Zusammenhang bildete auch die Wahrnehmung von Kollegen und Kritik einen Schwerpunkt. Dabei reicht die Liste der Themen von Johnsons Verhältnis zu Willy Brandt und zur deutschen Sozialdemokratie über seinen Umgang mit politischem Protest bis hin zu konzeptionelle Parallelen und Unterschieden zwischen Jahrestage und Peter Weiss’ Ästhetik des Widerstands.

Am Abend des 4. Juni las Regina Scheer im Festsaal des Rostocker Rathauses aus ihrem Roman „Machandel“ vor. Die Lesung fand in Kooperation mit der anderen buchhandlung statt.

Die Tagung wurde von der Uwe Johnson-Gesellschaft in Zusammenarbeit mit der Uwe Johnson-Forschungsstelle der Universität Rostock und der Arbeitsstelle "Uwe Johnson-Werkausgabe" der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften an der Universität Rostock ausgerichtet.

Das Programm der Tagung finden Sie hier.