Journal und Jahrbuch

Das erste Johnson-Jahrbuch erschien 1994. Ab dem Jahr 2025 werden zwei regelmäßige Johnson-Publikationen die Arbeit des Jahrbuchs in neuer Form fortsetzen: eine in Print, eine digital. Im Digitalen wird das Johnson-Journal den akademisch orientierten Teil der Beiträge des Johnson-Jahrbuchs fortsetzen, in Print ein Buch das Leben und Weiterleben von Werk und Autor dokumentieren. Beide Publikationen sind im Auftrag der Uwe Johnson-Gesellschaft verantwortet. Dementsprechend werden sich Inhalte und Formate verändern, weder Inhalte noch Selbstverständnis verloren gehen.

Anders als im Jahrbuch – einmal jährlich – werden Beiträge im Journal über das Jahr hinweg veröffentlicht. Unverändert bleibt der thematische Fokus, der wissenschaftliche Diskurs über Uwe Johnson und sein weites literarisches wie historisches Umfeld, und wird flankiert von Mitteilungen aus dem aktuellen Johnson-Kosmos. Das Johnson-Journal versammelt wissenschaftliche Aufsätze und kleinere Fachbeiträge zur Literatur der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts bis in die Gegenwart. Zentraler, aber nicht ausschließlicher Referenzpunkt der Beiträge ist der Autor Uwe Johnson, sein Werk und sein Wirken.

TIB Open Publishing (Technische Informationsbibliothek) publiziert das Johnson-Journal im Auftrag der Uwe Johnson-Forschungsstelle an der Universität Rostock und der Uwe Johnson-Gesellschaft e.V..

Das Johnson-Jahrbuch wurde 1994 von Ulrich Fries und Holger Helbig begründet. Band 1-10 erschienen bei Vandenhoeck & Ruprecht, Band 11-16 bei V&R unipress, seit Band 17 wurde es im Wallstein Verlag verlegt und zuletzt im Jahr 2025 mit Band 30 abgeschlossen. Die Herausgeber der einzelnen Bände sind jeweils vor den entsprechenden Inhaltsverzeichnissen angegeben.

Herausgeber

Bernd Auerochs

geb. 1960, studierte Germanistik, Anglistik und Philosophie in Erlangen und Oxford, promovierte mit einer Arbeit über den Gesellschaftsroman (Erzählte Gesellschaft. Theorie und Praxis des Gesellschaftsromans bei Balzac, Brecht und Uwe Johnson, München 1994). Habilitierte mit Die Entstehung der Kunstreligion (Göttingen 2006, 2. Aufl. 2009), Mitherausgeber des Kafka-Handbuchs (Stuttgart/Weimar 2010). Zahlreiche Aufsätze zur Literatur des 20. Jahrhunderts, darunter auch zu Uwe Johnson. Professor für Neuere deutsche Literatur/Literaturwissenschaft an der Universität Kiel.

Ulrich Fries

geb. 1949 in Flensburg, Kaufmann, studierte Germanistik und Soziologie, 1987 PhD an der Harvard University mit einer Arbeit über Uwe Johnson (Uwe Johnsons »Jahrestage«. Erzählstruktur und Politische Subjektivität, Göttingen 1990). Gründete 1994 zusammen mit Holger Helbig das Johnson-Jahrbuch. Auf dem Rückflug mit einer Gruppe Jenenser Studenten von ihrer ersten Studien-Reise nach New York hatte er die Idee zum Jahrestage-Kommentar.

Holger Helbig

geb. 1965, studierte Germanistik und Amerikanistik in Jena und Erlangen, promovierte mit einer Arbeit über Uwe Johnson (Beschreibung einer Beschreibung. Untersuchungen zu Uwe John­sons Roman Das dritte Buch über Achim, Göttingen 1996). Gründete 1994 zusammen mit Ulrich Fries das Johnson-Jahrbuch, begründete zusammen mit Eberhard Fahlke, Ulrich Fries und Norbert Mecklenburg 1996 die Johnson-Studien. Mitherausgeber von Johnsons »Jahrestage«. Der Kommentar, Göttingen 1999. Habilitierte 2003 mit einer Arbeit über Goethes Farbenlehre (Naturgemäße Ordnung. Darstellung und Methode in Goethes Lehre von den Farben, Köln 2004), Forschungsaufenthalte an der Columbia University, New York, und der Harvard University, Cambridge, MA. Seit 2009 Inhaber der Uwe Johnson-Professur an der Universität Rostock.

Katja Leuchtenberger

geb. 1969, stellvertretende Arbeitsstellenleiterin im Akademienvorhaben »Uwe Johnson-Werkausgabe«, studierte Germanistik und Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft an der FU Berlin. Bis 2006 wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Museumsabteilung des Deutschen Literaturarchivs Marbach, dort war sie unter anderem Kuratorin der ersten Dauerausstellung im 2006 eröffneten Literaturmuseum der Moderne, danach Lektorin im Akademie Verlag Berlin. Promovierte mit einer Arbeit über Uwe Johnson (»Wer erzählt, muss an alles denken«. Erzählstrukturen und Strategien der Leserlenkung in den frühen Romanen Johnsons, Göttingen 2003). Von ihr ist 2010 bei Suhrkamp Verlag die BasisBiographie zu Uwe Johnson erschienen.

Bücher