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Damion Searls erhält den Helen und Kurt Wolff-Übersetzerpreis 2019

Der diesjährige Helen-und-Kurt-Wolff-Übersetzerpreis geht an Damion Searls für seine Übersetzung von Uwe Johnsons Jahrestage (Anniversaries: From a Year in the Life of Gesine Cresspahl), die 2018 bei New York Review Books erschienen ist. Damit wird die erste vollständige englischsprachige Übersetzung der Jahrestage ausgezeichnet. Die Preisverleihung durch Yasemin Pamuk, Kulturreferentin des Generalkonsulats New York, findet am 23. Mai 2019 in New York statt.

Die Jury schreibt in ihrer Begründung: „Seine facettenreiche Übersetzung fängt den schwindelerregenden Wirbel der Ereignisse ein, vom Alltäglichen bis zum Weltbewegenden, mit akribischer, akustisch faszinierender Prosa und sorgt auf fast 1.700 Seiten für fesselnde Lektüre."

Damion Searls ist der Autor eines Buches über Hermann Rorschach und den Rorschachtest und übersetzte etliche Schriftsteller der klassischen Moderne wie Marcel Proust, Rainer Maria Rilke, Friedrich Nietzsche, Robert Walser und Alfred Döblin. Auch Texte der Literatur nach 1945 und der Gegenwartsliteratur von Ingeborg Bachmann, Jon Fosse, Elfriede Jelinek, oder Patrick Modiano zählen zu den von Searls übersetzten Werken.

Der Helen und Kurt Wolff Übersetzerpreis wird seit 1996 für eine herausragende Literaturübersetzung vom Deutschen ins Englische verliehen, die im vorangegangenen Jahr in den USA veröffentlicht wurde. Er ist mit 10.000 $ dotiert und wird seit 2015 vom Goethe Institut New York verliehen.